Fußball bei FSV Budissa Bautzen

Interview mit Olaf Kittan

Erstellt am Montag, 30. November 2020 15:08

„Verboten sind die Öffnung und das Betreiben von Diskotheken und Tanzlustbarkeiten“ – so der Auszug aus der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung: Die Inhalte wurden oft angepasst, vieles wurde umgeschrieben. Dieser Satz war permanent enthalten.

Hart getroffen hat dies auch unseren Nachwuchstrainer und den Inhaber des Shakespeares in der Bautzener Innenstadt Olaf Kittan und seine Frau Cora.

120-150 Gäste haben an jedem Abend ausgelassen gefeiert, die Zeit mit Freunden genossen und den Alltag auf der Tanzfläche für einige Stunden hinter sich gelassen. Seit dem 14. März geht nichts mehr – kein Gast, keine Musik, kein verkauftes Getränk, keine einzige Einnahme. Die Covid-19-Pandemie und den daraus resultierenden Einschränkungen haben allen Plänen und Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Besserung ist bis zum heutigen Tag nicht in Sicht. Bis auf die Soforthilfe gab es keine Unterstützung durch Bund oder Freistaat.

„Ohne gute Vermieter geht es nicht.“

Es gibt aber auch Lichtblicke – der Zusammenhalt in der Krise ist größer geworden. „Die Mädels und Jungs vom Shakespeare-Team sind sobald es normal los geht, auf alle Fälle wieder mit von der Partie und freuen sich darauf, zu unterstützen wo es geht“, so die Inhaber. Besonders stolz sind sie auch auf ihren Vermieter – alle Mietzahlungen wurden bis Ende des Jahres erlassen. Dieses Glück haben nicht alle Gastronomen. „Definitiv werden es viele nicht überleben. Nicht alle haben das Glück, monatliche Mietzahlungen erlassen zu bekommen. Die ständig wechselnden Rahmenbedingungen haben es nicht immer besser gemacht. Die Gastro-Branche wird nach der Pandemie nicht mehr die gleiche sein. Viele haben in Lüftungen, Plexiglasscheiben und Bestuhlungen investiert, um allen Regeln gerecht zu werden. Kurz darauf musste dennoch erneut geschlossen werden“, so Olaf Kittan.

Er hat glücklicherweise noch ein zweites Standbein – einen Kurierdienst, der noch normal läuft. Aber auch hier machen sich Zeichen der Krise bemerkbar – kürzere Vertragslaufzeiten und geringere Auftragsvolumen sind erste Symptome.

Die Zukunft im Shakespeare? Völlig offen. Keiner kann abschätzen, wie lang es noch dauert. Die hohen Infektionszahlen und der erneute Lockdown lassen nicht viel Raum für Optimismus.

„Die Jungs haben Bock drauf.“

Olaf Kittan ist auch langjähriger B-Jugendtrainer. Für die Jungs gibt es Trainingspläne, das Training müssen sie in kurzen Filmen festhalten und ihm schicken. „Die Jungs müssen fit bleiben. Wenn es wieder los geht, haben wir keine Zeit, um an der Fitness zu arbeiten. Es muss sofort mit dem Ball trainiert werden. Aber man merkt absolut das sie wollen und den Fußball und auch das Team vermissen.“, so der B-Jugend-Chef-Coach.

Liebe Cora, lieber Olaf, haltet durch. Wir wünschen euch nur das Beste – von ganzem Herzen. Wir stehen an eurer Seite.

William Shakespeare sagte eins: „Ein tiefer Fall führt oft zu hohem Glück.“ Wir hoffen, dass er recht hat.

 

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