Fußball bei FSV Budissa Bautzen

Neugersdorf ist am Sonntag Favorit

Erstellt am Donnerstag, 30. Juli 2015 11:00

Ein Derby steht auf dem Spielplan, das Oberlausitzderby FCO Neugersdorf gegen unsere Budissen. Doch unter dem Strich betrachtet, ist es ein Fußballspiel wie jedes andere auch. „Was anderes ist es auch nicht, wenn auch ein besonderes.“ sagte auch Coach Thomas Hentschel. Man hat sich die Jahre über immer wieder beäugt und beobachtet und auch Punkt- und Pokalspiele gegeneinander ausgetragen. „Und ob es ein Highlight wird, kann man erst nach dem Spiel sagen, wenn man die Partie gesehen hat und das Ergebnis kennt.“
Beide Trainer haben sich eine Weile nicht auf dem Spielfeld gegenüber gestanden, kennen sich aber gut. In Neugersdorf hat jetzt Vragel da Silva die Fußballfäden in der Hand, er kam vom Drittligisten FC Energie Cottbus. Doch Vragel da Silva hat noch eine kleine Rechnung mit unserem Coach Thomas Hentschel offen. Die letzten Aufeinandertreffen beider Trainer fand in der Saison 2013/2014 in der NOFV-Oberliga/Süd statt. Der jetzige Oberlausitz-Coach war damals Trainer der U23 des damaligen Zweitligisten  FC Energie Cottbus. Das Hinrundenspiel in Cottbus gewann Budissa damals mit 3:1, die Rückrundenpartie in Bautzen entschied Budissa mit 4:0 für sich und machte damit auch rechnerisch den Aufstieg in die Regionalliga perfekt. Der anschließende Ausnahmezustand auf der Müllerwiese und bei Frühlingsfest in der Stadt wird jedem Bautzner Fußballfan ewig im Gedächtnis bleiben. Das war am vorletzten Spieltag, die letzte Saisonpartie in Heidenau, Budissa siegte dort mit 7:3, hatte gerade mal statistische Bedeutung. In beiden Begegnungen stand damals noch unser heutiger Co-Trainer Reimund Linkert auf dem Rasen, heute steht er daneben und gibt Anweisungen und feuert seine Spieler an. Thomas Hentschel liegt gegen Vragel da Silva also in Front, mit Siegen und Toren. Sein Kommentar dazu: „Heute sind die Voraussetzungen ganz anders. Vragel da Silva hat eine völlig andere Mannschaft als damals bei Energie. Und auch die Ambitionen sind heute sicher andere als damals in Cottbus in unserer Aufstiegssaison.“
Zum Derby befragt, verteilt Thomas Hentschel die Rollen eindeutig: „Der FCO ist eindeutig Favorit. Sie liegen vor uns in der Tabelle und haben im ersten Spiel 2:0 gewinnen können, was wir leider nicht geschafft haben. Neugersdorf hat schon drei Punkte, wir nicht. Außerdem haben sie eine sehr gute Mannschaft, die auch in den letzten Jahren schon regionalligatauglich gewesen ist. Und sie haben wohl auch alle Spieler an Bord. Der Nasenbeinbruch im Team spielt mit einer Maske keine Rolle.“
Nach Stärken und Schwächen der Kontrahenten befragt, wehrt er ab: „Wir müssen unsere Stärken ins Spiel und auf den Rasen bringen, dann brauchen wir nicht auf die Schwächen des Gegners zu achten.“ Und auch wenn er viel Positives aus dem Spielgegen RB Leipzig II mitnimmt, so gibt er auch zu bedenken, dass es „… schwierig ist, aus einem Spiel schon Schlüsse zu ziehen. Trotzdem haben wir in der ersten Partie den Fußball gespielt, den ich mir vorstelle. Das war schon recht gut. Aber wir müssen auch die Chancen nutzen, die wir uns teilweise mühsam erarbeiten.“
Der einsatzfähige Kader hat sich nicht bisher nicht verändert. Martin Kolan sitzt noch seine Rot-Sperre ab, Pavel Patka wird morgen der Gips am linken Arm entfernt und Felix Kunert wird nächste Woche wieder in das Mannschaftstraining einsteigen können. Max Fröhlich hingegen trainiert nach der Ausheilung seiner Fußprellung schon wieder mit der Mannschaft mit.
Thomas Hentschel hat drei Tage auf einem Trainerkongreß in Wolfsburg mit 900 anwesenden Trainern klugen Worten gelauscht und Praxisvorführungen angeschaut. Große Namen waren vor Ort, wie Patrick Kluivert, Mehmet Scholl, Thomas Schaaf, Dieter Hecking, Oliver Bierhoff oder auch Hansi Flick. Zusammen mit Neugersdorfs Sportchef Manfred Weidner war er in Wolfsburg auf dieser Veranstaltung. Es darf bezweifelt werden, dass da taktische Überlegungen für das Derby ausgetauscht wurden, auch mögliche Aufstellungen werden nicht Gegenstand von Gesprächen gewesen sein.
Nicht angezweifelt werden sollte die Tatsache, dass das Spiel viele Bautzener Zuschauer anziehen wird. Thomas Hentschel jedenfalls freut sich auf die Bautzener Kulisse, die seine Mannschaft wieder nach vorn treiben wird.

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