Die FSV Budissa Bautzen sichert sich im Nachholspiel beim 1. FC Lok Stendal ein leistungsgerechtes 1:1-Unentschieden. Trotz Unterzahl nach einer roten Karte in der zweiten Halbzeit gingen die „Spree-Budissen“ durch den eingewechselten Lukas Hanisch in Führung, mussten jedoch kurz vor Schluss noch den Ausgleich hinnehmen.
Trotz Führung in Unterzahl –
1:1-Endstand in Stendal
Der Bericht zum Spieltag
Zum Nachholspiel des 19. Spieltages der NOFV-Oberliga reiste die FSV Budissa Bautzen am Maifeiertag zum 1. FC Lok Stendal. Beide Teams hatten in den vergangenen Wochen ein sehr kräftezehrendes Programm und müssen am morgigen Sonntag erneut antreten.
Der 1. FC Lok Stendal spielt derzeit eine ordentliche Rückserie und kann weiterhin auf den Klassenerhalt in der Oberliga hoffen. Vor allem im heimischen Stadion kann man stets auf die zahlreiche Unterstützung der eigenen Anhänger zählen. Knapp 450 Zuschauer unterstützten ihr Team am Feiertag.
Die „Spree-Budissen“ wollten hingegen mit einem Sieg die 40-Punkte-Marke knacken. Dabei wechselte Cheftrainer Steve Dieske im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen den SC Freital auf mehreren Positionen: Den gelbgesperrten Kapitän Jannik Käppler ersetzte Tim Cellarius, Darius Böhme rückte für Adam Rohlik in die Startelf. Zudem kamen Julien Hentsch und Maximilian Noack für Theo Schäller und David Rohlik.
Die „Spree-Budissen“ starteten im Vergleich zu den letzten Wochen sehr gut in die Partie und hatten bereits in der ersten Spielminute die erste aussichtsreiche Tormöglichkeit. Julien Hentsch schickte Karl-Ludwig Zech mit einem langen Ball auf die Reise. Zech sah, dass der Torwart der Gastgeber weit vor seinem Kasten stand und hob den Ball über ihn, doch sein Heber ging knapp am Tor vorbei. Im Gegenzug trafen die Stendaler in der 10. Spielminute nach einer Flanke per Kopf, doch der Stürmer der Gastgeber stand im Abseits. Die Gäste machten weiter Druck und hatten in der Folge durch Toni Orosz und Karl-Ludwig Zech die nächste Doppelchance. Während der Schuss von Orosz noch geblockt wurde, setzte Zech die anschließende Flanke per Kopf auf das Tornetz. Ein weiteres Ausrufezeichen setzte Felix Hennig: Karl-Ludwig Zech fand Hennig im Rückraum, der das Leder wuchtig ans Gebälk knallte. Nur wenig später trafen die Stendaler ebenfalls Aluminium. Nachdem man eine Flanke nicht entscheidend klären konnte, zog Witte von der Strafraumgrenze ab, traf jedoch nur den Pfosten und so ging es torlos in die Kabinen.
Die „Spree-Budissen“ kamen erneut gut aus der Halbzeit. Nach einer herrlichen Flanke von Karl-Ludwig Zech hatte Julien Hentsch das 0:1 auf dem Fuß, doch seine Direktabnahme ging knapp über das Tor. In der 61. Spielminute gab es dann einen Knackpunkt der Partie: Nach einer abgewehrten Flanke drehte sich Toni Orosz und versuchte, den Ball mit dem Fuß herunterzunehmen. Sein Gegenspieler spritzte jedoch dazwischen, wodurch Orosz ihn mit hohem Bein am Arm traf. Der Schiedsrichter wertete dies als hartes Einsteigen und zeigte Orosz die rote Karte.
Die Dieske-Elf agierte nun etwas defensiver und versuchte, nach Ballgewinnen schnell in die Tiefe zu kommen und Nadelstiche zu setzen. Das funktionierte sehr gut und man ließ den Gegner kaum zu nennenswerten Torchancen kommen. In der 82. Spielminute nutzten die „Spree-Budissen“ dann einen Konter zur Führung: Nach einer Balleroberung setzte Karl-Ludwig Zech den eingewechselten Lukas Hanisch wunderbar in Szene. Dieser setzte sich mit einer starken Ballmitnahme gegen seinen Gegenspieler durch und lief auf den Stendaler Keeper zu. Hanisch blieb vor dem Tor eiskalt und traf auf halbrechter Position ins untere linke Eck.
Die Führung hielt jedoch nicht lange. In der 85. Spielminute glichen die Gastgeber durch ihren besten Torschützen aus. Nachdem sich die Stendaler auf ihrer rechten Seite stark durchgesetzt hatten, fanden sie in der Mitte Philipp-Maik Witte mit einer passgenauen, flachen Hereingabe, der anschließend nur noch einschieben musste.
So trennten sich beide Mannschaften – wie bereits im Hinspiel – mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. Den „Spree-Budissen“ genügt der Punktgewinn, um rechnerisch den Klassenerhalt bereits vier Spieltage vor Saisonende zu sichern, während die Stendaler einen wichtigen Punkt im Kampf um den Ligaverbleib einfahren.
Nun heißt es regenerieren, denn bereits am morgigen Sonntag steht die nächste Auswärtspartie an. Die Dieske-Elf trifft auf den 1. SC Heiligenstadt und muss innerhalb von drei Tagen zwei der längsten Auswärtsfahrten absolvieren. Anstoß der Begegnung ist am Sonntag, 3. Mai, 14 Uhr, im Gesundbrunnenstadion in Heiligenstadt.
Die Aufstellung:
1. FC Lok Stendal: Philipp Poser – Ilya Ilchenko (62. Alexander Schleicher), Florian Stark, Johannes Mahrhold (86. Tim Schaarschmidt), Artem Tovkach – Ian Werner Scheffler, Felix Kaschlaw (62. Niclas Buschke), Valentin Masuth, Felix Knoblich – Philipp-Maik Witte, Rosario Schulze (82. Max Salge)
Trainer: Jörn Schulz
FSV Budissa Bautzen: Erik Herrmann – Moritz Noack, Tim Cellarius, Steve Schröder, Darius Böhme (63. Adam Rohlik) – Julian Gerhardi, Felix Hennig (90. Oscar Haustein) – Julien Hentsch (63. David Rohlik), Karl-Ludwig Zech, Toni Orosz – Maximilian Noack (46. Lukas Hanisch)
Trainer: Steve Dieske
Schiedsrichter: Nils Schröter, Benjamin Strebinger, Paul Baudis
Zuschauer: 445
Die Torfolge
- 0:1 Lukas Hanisch (82. Spielminute)
- 1:1 Philipp-Maik Witte (85. Spielminute)