Am gestrigen Sonntagnachmittag empfing die FSV Budissa Bautzen im heimischen Stadion Müllerwiese im Sachsenderby den SC Freital. Der Sportclub spielt derzeit seine erfolgreichste Saison in der Oberliga und war lange Zeit Spitzenreiter, musste den Platz an der Sonne jedoch in den vergangenen Wochen an den RSV Eintracht 1949 abgeben und hat mittlerweile fünf Punkte Rückstand. An den Aufstieg glaubten die Gäste jedoch noch, dürfen nun aber in keiner Partie mehr Punkte liegen lassen.
Cheftrainer Steve Dieske wechselte im Vergleich zur Vorwoche auf drei Positionen: Moritz Noack ersetzte Darius Böhme, David Rohlik kam für den gelbgesperrten Tim Cellarius ins Team und Toni Orosz rückte für Julien Hentsch in die Startelf.
Die Gäste kamen energisch ins Spiel und versuchten, die „Spree-Budissen“ frühzeitig unter Druck zu setzen. Bereits in der ersten Spielminute hatten sie durch Sandro Schulze den ersten Torabschluss. Kurz darauf kam auch Bruno Schiemann zu einem Abschluss, der jedoch keine Gefahr für Erik Herrmann darstellte. In der 10. Spielminute gingen die Freitaler dann in Führung: Nach einer Balleroberung von Menz ging es schnell in die Tiefe zu Schulze, der den Ball auf den aufgerückten von Brezinski weiterleitete. Dessen flache Hereingabe fand wiederum Louis Menz, der zum 0:1 traf.
Nach etwa 20 Minuten kamen die „Spree-Budissen“ besser in die Partie und hatten durch Jannik Käppler ihre erste Torchance. Sein Kopfball ging jedoch knapp über das Tor. Bis zur Halbzeit gab es auf beiden Seiten in einem intensiven Spiel nur wenige weitere Möglichkeiten.
In der zweiten Hälfte fanden die Gastgeber besser ins Spiel, waren präsenter in den Zweikämpfen und gewannen mehr zweite Bälle. Die ersten drei Torchancen hatten allerdings die Freitaler, doch Robin Fluß verzog dreimal deutlich. In der Folge wurden die Gastgeber zunehmend gefährlicher, vor allem bei Standardsituationen. So strich eine Ecke von Hentsch am langen Pfosten vorbei und ein Kopfball von Zech wurde von Ex-Budissa-Keeper Yannik Hartmann pariert.
In der 86. Spielminute fiel schließlich der Ausgleich: Nach einem langen Einwurf von Hennig köpfte Jannik Käppler den Ball zum 1:1 in die Maschen. Nur drei Minuten später drehten die Gastgeber das Spiel komplett. Nach einer Ecke von Julien Hentsch war es erneut Jannik Käppler, der am langen Pfosten zur 2:1-Führung einköpfte. In der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Maximilian Noack sogar noch für den 3:1-Endstand.
Damit fahren die „Spree-Budissen“ in ihrem vorletzten Heimspiel der Saison einen wichtigen Dreier ein. Für die Freitaler dürften nun die letzten Aufstiegsträume geplatzt sein. Der Rückstand auf den RSV Eintracht 1949 beträgt nun acht Punkte und scheint kaum noch aufzuholen zu sein.
Bereits am kommenden Wochenende wartet ein anspruchsvolles Programm auf die Dieske-Elf: Am Freitag, 1. Mai, treffen die „Spree-Budissen“ auf den 1. FC Lok Stendal, ehe es am Sonntag, 3. Mai, zum 1. SC 1911 Heiligenstadt geht. Beide Partien beginnen um 14 Uhr.