Pokal-Aus in der dritten Runde –
vor rund 1.000 Zuschauern
3. Runde des Sachsenpokals 2025/2026:
FSV Budissa Bautzen – Bischofswerdaer FV 08
Nach einem intensiven Pokalfight mussten sich die „Spree-Budissen“ in der dritten Runde des Sachsenpokals dem Bischofswerdaer FV knapp mit 1:2 nach Verlängerung geschlagen geben. Toni Orosz sorgte zwar für die Führung, doch die Gäste glichen schnell aus und erzielten kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer. Nun richtet sich der Blick auf den Ligaalltag.
Der Bericht zum Spieltag
Nach den beiden 1:4-Erfolgen gegen die SG Weixdorf und den BSC Freiberg in der ersten und zweiten Pokalrunde trafen die „Spree-Budissen“ in der dritten Runde auf den Lokalrivalen, den Bischofswerdaer FV. In der Vergangenheit waren dies oftmals umkämpfte Partien auf Augenhöhe, die häufig unentschieden endeten. Diesmal musste es jedoch einen Sieger geben – im Pokal gibt es schließlich nur Weiterkommen oder Ausscheiden. Cheftrainer Steve Dieske vertraute nahezu der gleichen Startelf wie in der Vorwoche; lediglich im Tor ersetzte Erik Herrmann Max Hübner.
Die Partie begann zunächst verhalten. Der BFV hatte anfangs mehr Spielanteile, konnte sich jedoch keine nennenswerten Torchancen erarbeiten. Die ersten gefährlichen Aktionen gehörten dann den "Spree-Budissen": Nach einem langen Ball der Gäste eroberte Jannik Käppler das Spielgerät und leitete den Angriff ein. Mit einem Steilpass setzte er Toni Orosz in Szene, dessen Abschluss jedoch knapp am linken Pfosten vorbeiging. Kurz darauf hatte Karl-Ludwig Zech die nächste Großchance: Nach einem Eckball verlängerte Steve Schröder den Ball auf Zech, der ihn aus kurzer Distanz mit der Hüfte aber ebenfalls knapp am linken Pfosten vorbeisetzte. Auf der Gegenseite kam der BFV nach einem Eckball zu seiner ersten Möglichkeit – Johann Weiß traf allerdings nur den Pfosten. Wenig später war es erneut Jannik Käppler, der nach einem Ballgewinn den Gegenangriff einleitete. David Rohlik legte per Brust auf Julian Gerhardi ab, der Toni Orosz mit einem Steilpass bediente. Orosz legte auf den mitgelaufenen Zech ab, der jedoch am starken Gästekeeper Stefan Kiefer scheiterte. So ging es torlos in die Kabinen.
Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die „Spree-Budissen“, die genau dort weitermachten, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Nach einem Freistoß kam Toni Orosz freistehend an den Ball, nahm ihn mit der Brust herunter, scheiterte aber erneut am glänzend reagierenden Torhüter. Den daraus resultierenden Eckball köpfte Jannik Käppler genau in die Arme des Keepers. Wenig später folgte die verdiente Führung: Nach einer Balleroberung schickte Julian Gerhardi Julien Hentsch, der in der Mitte den einlaufenden Toni Orosz fand. Orosz drückte den Ball in der 54. Spielminute zur 1:0-Führung über die Linie. Doch die Freude währte nur kurz, denn bereits vier Minuten später kamen die Gäste zum Ausgleich: Florian Baudisch flankte von links und Jonas Krautschick köpfte den Ball zum 1:1 ein. Kurz darauf kam Johann Weiß nach einem Eckball erneut zum Kopfball, fand aber in Erik Herrmann seinen Meister. In der Schlussviertelstunde dominierten wieder die "Spree-Budissen". Die größte Chance hatte David Rohlik: Nach einem langen Ball legte der eingewechselte Oscar Haustein mustergültig ab, doch Rohlik scheiterte ebenfalls am Torhüter. So blieb es nach 90 Minuten beim 1:1 und für die über 1.000 Zuschauer standen 30 Minuten Verlängerung auf dem Programm.
In der Verlängerung merkte man beiden Teams die schwindenden Kräfte an, sodass es in der ersten Hälfte kaum gefährliche Szenen gab. In der zweiten Hälfte der Verlängerung nutzten die Gäste ihre frischen Einwechselspieler: Nach einem langen Ball von Torhüter Stefan Kiefer setzte sich der eingewechselte Leon Noah Scholze durch, scheiterte aber am starken Erik Herrmann. Wenig später war Scholze erneut gefährlich, köpfte nach einem Eckball jedoch über das Tor. In der 119. Spielminute fiel dann die Entscheidung: Nach einem Einwurf setzte sich Scholze durch und schickte Philipp Scharfe. Dieser gewann das Duell gegen Adam Rohlik und traf zum 1:2 – gleichzeitig der Endstand.
So scheiden die „Spree-Budissen“ nach einem harten Kampf in der dritten Runde des Sachsenpokals aus. Leider zu früh. Am kommenden Sonntag, 19. Oktober, geht es im Ligaalltag weiter: 14 Uhr trifft man im Vogtlandstadion auf den VFC Plauen.
Die Aufstellung
FSV Budissa Bautzen: Erik Herrmann – Moritz Noack, Steve Schröder, Jannik Käppler, Adam Rohlik – Julian Gerhardi, Felix Hennig – Julien Hentsch, David Rohlik (106. Norman Kloß), Toni Orosz (72. Oscar Haustein) – Karl-Ludwig Zech (101. Maximilian Noack)
Trainer: Steve Dieske
Bischofswerdaer FV 08: Stefan Kiefer – Johannes Dolla (57. Philipp Scharfe), Paul Fromm, Johann Weiß, Christopher Rettig – Eduard Hofmann, Tommy Stopp (111. Tony Reh) – Franz Born, Matteo Hecker (90. Leon Noah Scholze), Florian Baudisch (72. Luis Bürger) – Jonas Krautschick
Trainer: Frank Rietschel
Schiedsrichter: Oliver Seib, Oskar Lämpel, Franz Bernhardt
Zuschauer: 1.002
Die Torfolge
- 1:0 Toni Orosz (54. Spielminute)
- 1:1 Jonas Krautschick (58. Spielminute)
- 1:2 Philipp Scharfe (119. Spielminute)
Die Impressionen des Pokalspiels by Matthias Kost