FSV Budissa Bautzen

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„Spree-Budissen“ bieten dem Tabellenführer Paroli

Später Doppelschlag entscheidet die Begegnung

Die FSV Budissa Bautzen musste sich am 9. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd dem Tabellenführer ZFC Meuselwitz mit 1:3 geschlagen geben. Vor 315 Zuschauern auf der Müllerwiese zeigten die „Spree-Budissen“ insbesondere im ersten Durchgang eine überzeugende Leistung und setzten den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter gehörig unter Druck. Nach einer torlosen ersten Halbzeit gerieten die Bautzener zunächst in Rückstand, ehe Karl-Ludwig Zech mit einem sehenswerten Freistoß den Ausgleich erzielte. Zwei späte Gegentreffer besiegelten schließlich eine bittere Heimniederlage.

Der Bericht zum Spieltag

Am Freitagabend empfingen die „Spree-Budissen“ mit dem ZFC Meuselwitz den aktuellen Spitzenreiter der NOFV-Oberliga Süd auf der heimischen Müllerwiese. Die Thüringer waren mit 20 Punkten aus acht Begegnungen angereist und hatten in der laufenden Saison noch keine Niederlage hinnehmen müssen. Auf die Mannschaft von Cheftrainer Steve Dieske wartete damit eine anspruchsvolle Aufgabe.

Nach der 3:1-Auswärtsniederlage bei der SG Union Sandersdorf wollten die Bautzener vor heimischer Kulisse eine Reaktion zeigen. Gegen den Tabellenführer sollten vor allem eine intensive Zweikampfführung, hohe Laufbereitschaft und körperliche Präsenz die Grundlage bilden, um etwas Zählbares auf der Müllerwiese zu behalten.

Im Vergleich zur Vorwoche nahm Cheftrainer Steve Dieske zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Jannik Käppler und Toni Orosz rückten für Norman Kloß und Lorenz Bagusch in die Startelf.

Die „Spree-Budissen“ erwischten einen engagierten Start und kamen bereits in der zweiten Spielminute zur ersten guten Gelegenheit. Toni Orosz wurde auf der rechten Außenbahn in Szene gesetzt und brachte eine Flanke an den langen Pfosten. Dort stieg Felix Hennig zum Kopfball hoch, scheiterte jedoch am Meuselwitzer Schlussmann, der den Ball mit dem Fuß abwehren konnte.

Auch in der Folge präsentierten sich die Bautzener äußerst druckvoll. Mit hoher Intensität, konsequenter Zweikampfführung und viel Dynamik setzte die Dieske-Elf den Tabellenführer immer wieder unter Druck. Insbesondere durch gefährliche Einwürfe, Eckbälle und weitere Standardsituationen sorgten die „Spree-Budissen“ regelmäßig für Unruhe im gegnerischen Strafraum. Die Gäste fanden kaum Mittel, um sich aus der Bautzener Umklammerung zu befreien.

Gleichzeitig stand die Defensive der Hausherren kompakt und ließ den offensivstarken Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Lediglich zwei Distanzschüsse gestatteten die Bautzener den Gästen im gesamten ersten Durchgang.

In der 31. Spielminute lag der Ball schließlich im Meuselwitzer Tor. Julian Gerhardi schlug das Leder aus der eigenen Hälfte nach vorn, wo sich ein Gegenspieler verschätzte. Jannik Käppler setzte seinen Körper ein, behauptete sich im Zweikampf und wuchtete den Ball ins Netz. Der Jubel der Bautzener währte allerdings nur kurz: Der Schiedsrichter erkannte den Treffer wegen eines vermeintlichen Foulspiels von Käppler nicht an.

So blieb es trotz einer überzeugenden Vorstellung und guter Möglichkeiten beim torlosen Unentschieden zur Halbzeit. Die „Spree-Budissen“ hatten dem Spitzenreiter kaum gefährliche Abschlüsse ermöglicht und selbst die besseren offensiven Akzente gesetzt. Einzig der verdiente Führungstreffer fehlte zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste mit einer veränderten Herangehensweise. Meuselwitz setzte nun vermehrt auf lange und diagonale Bälle, um die Windverhältnisse auszunutzen und das Spiel stärker in die Bautzener Hälfte zu verlagern.

In der 54. Spielminute gingen die Gäste schließlich in Führung. Nach einem langen Ball verschätzte sich die Bautzener Defensive. Janik Mäder nutzte die Situation und legte das Leder in den Rückraum zurück, wo Kingsley Prince Madumere zum Abschluss kam. Der Angreifer setzte den Ball flach ins rechte Eck und brachte den Tabellenführer mit 0:1 in Front.

Doch die „Spree-Budissen“ hatten die passende Antwort parat. In der 62. Spielminute bekam die Dieske-Elf einen Freistoß zugesprochen. Karl-Ludwig Zech übernahm die Verantwortung und setzte den Ball sehenswert an die Unterkante der Latte, von wo aus das Leder ins Tor sprang. Mit diesem Traumfreistoß zum 1:1 war die Begegnung wieder völlig offen.

In der Folge entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der die Bautzener weiterhin auf einen Punktgewinn gegen den Spitzenreiter hoffen durften. Doch in der Schlussphase nutzten die Gäste zwei Situationen konsequent aus.

In der 83. Spielminute gelang es den „Spree-Budissen“ nach einer Flanke nicht, den Ball entscheidend aus der Gefahrenzone zu klären. Bereits auf der Außenbahn hatten die Bautzener den Angriff nicht konsequent unterbinden können. Das Leder landete schließlich direkt vor den Füßen von Kingsley Prince Madumere, der nicht lange zögerte und den Ball wuchtig zur 1:2-Führung für Meuselwitz ins Tor beförderte.

Nur zwei Minuten später folgte die endgültige Entscheidung. Nach einem Ballverlust der Bautzener im Zentrum schalteten die Gäste schnell um. Ein Pass in die Tiefe erreichte Florian Hansch, der den Ball auf Kingsley Prince Madumere ablegte. Dieser behielt vor Budissa-Schlussmann Stefan Kiefer die Nerven und schob den Ball überlegt ins lange Eck zum 1:3-Endstand (85.).

Nach dem Schlusspfiff überwog bei den „Spree-Budissen“ die Enttäuschung. Über weite Strecken hatten die Bautzener dem ungeschlagenen Spitzenreiter nicht nur Paroli geboten, sondern insbesondere in der ersten Halbzeit das Spielgeschehen bestimmt. Auch Gästetrainer Georg-Martin Leopold bezeichnete den Erfolg seiner Mannschaft anschließend als glücklich und sah die bessere Gesamtleistung aufseiten der Gastgeber.

Cheftrainer Steve Dieske haderte vor allem mit den eigenen Fehlern bei den drei Gegentreffern und den vergebenen Möglichkeiten im ersten Durchgang. Gerade in der aktuellen Tabellensituation schmerze eine solche Niederlage besonders. Gleichzeitig machte der Auftritt seiner Mannschaft Mut für die kommenden Aufgaben. Das gezeigte Maß an Intensität, Wucht und Körperlichkeit müsse nun bis zur Weihnachtspause zum Maßstab für jede weitere Begegnung werden.

Mit weiterhin neun Punkten aus neun Spielen belegen die Bautzener den elften Tabellenplatz der NOFV-Oberliga Süd. Am kommenden Sonntag, 1. November, gastieren die „Spree-Budissen“ beim VfB Germania Halberstadt. Anstoß ist 13.30 Uhr. Das nächste Heimspiel auf der Müllerwiese findet am Sonntag, 8. November, gegen den VfL Halle 1896 statt. Auch diese Begegnung beginnt 13.30 Uhr.

Die Aufstellung:

FSV Budissa Bautzen: Stefan Kiefer – Louis Schmidt, Steve Schröder, Jannik Käppler, Len-Robin Mende – Johann Weiß, Julian Gerhardi – Toni Orosz (75. Martin Sobe), Felix Hennig, Karl-Ludwig Zech (86. Lorenz Bagusch) – Dženan Hot (86. Maximilian Noack)
 
Trainer: Steve Dieske
 
ZFC Meuselwitz: Lukas Sedlak – Theo Teßmer (90. Fritz Schröder), Ben Nitschke, Felix Müller, Justin Smyla – Alessandro Schulz, Tim Kießling (71. Noah Tänzer), Nils Schätzle – Florian Hansch (90. Latif Curtis Kone), Eric Stiller (46. Kingsley Prince Madumere), Franz Born (46. Janik Mäder)
 
Trainer: Georg-Martin Leopold
 
Schiedsrichter: David Isaias Petzak, Leon Gerngroß, Marcel Mallassa
 
Zuschauer: 315

Die Torfolge

  • 0:1 Kingsley Prince Madumere (54. Spielminute)

  • 1:1 Karl-Ludwig Zech (62. Spielminute)
  • 1:2 Kingsley Prince Madumere (83. Spielminute)
  • 1:3 Kingsley Prince Madumere (85. Spielminute)

Impressionen des Spieltages by Matthias Kost

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