Der Gegner
Der VFC Plauen belegt nach sechs Spieltagen mit acht Punkten und einem Torverhältnis von 9:7 den 8. Tabellenplatz der NOFV-Oberliga Süd. Zwei Siegen und zwei Unentschieden stehen bislang zwei Niederlagen gegenüber. Damit liegen die Vogtländer zwei Zähler vor der FSV Budissa Bautzen.
Nach dem 3. Platz in der Vorsaison leitete der VFC im Sommer einen personellen Umbruch ein. Mit Tyron Profis, der zu Chemie Leipzig wechselte, und Max Winter verlor Plauen zwei wichtige Offensivkräfte. Auch Isaac Eichie, Tyron Haake, Victor Habermann, Gabriel Michalek und Karl Pischon verließen den Verein. Demgegenüber stehen mehrere junge Neuzugänge und Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Unter anderem rückten Justus Eisenträger, Leonard Krantz und Matteo Walzel in den Oberligakader auf. Frederik Kunstmann und Pepe Philipp kamen auf Leihbasis vom Chemnitzer FC. Mit Stefan Cvetković, Hugh Graham und Benjamin St. Louis wurde der Kader zusätzlich verstärkt.
Wichtige Leistungsträger wie Matheus Beal, Eric Ganime, Johan Martynets und Eric Träger blieben den Gelb-Schwarzen erhalten. Besonders Paul Kämpfer und Martynets sorgten zuletzt für Torgefahr. Beide erzielten die Treffer beim 0:2-Auswärtssieg gegen den SSC Weißenfels.
Auch auf der Trainerbank gab es einen Wechsel. Seit Saisonbeginn steht der erfahrene Fußballlehrer Sven Köhler an der Seitenlinie. Der frühere Trainer des Halleschen FC und Chemnitzer FC war zuvor acht Jahre für den VfB Auerbach verantwortlich.
In den vergangenen drei Pflichtspielen zeigte der VFC wechselhafte Leistungen. Beim VfB Empor Glauchau brachte Kämpfer seine Mannschaft in Führung, ehe die Gastgeber in der 87. Minute zum 1:1 ausglichen. Eine Woche später unterlag Plauen dem VfB 1921 Krieschow trotz eines frühen Treffers von Martynets mit 1:2. Sämtliche Tore fielen dabei bereits vor der Pause. Zuletzt gelang in Weißenfels die passende Reaktion: Nach einer torlosen ersten Hälfte entschieden Kämpfer und Martynets die Begegnung mit zwei späten Treffern.
Seinen bisherigen Auftritt im Sachsenpokal gewann der VFC beim Landesligisten FC Oberlausitz Neugersdorf mit 0:2. Der entscheidende zweite Treffer fiel erst in der Nachspielzeit. Die Mannschaft verfügt über schnelle Umschaltspieler und hat mehrfach gezeigt, dass sie Begegnungen auch in der Schlussphase für sich entscheiden kann. Gleichzeitig gab sie gegen Glauchau und Krieschow jeweils eine Führung aus der Hand.
Die Personalsituation
Das Trainerteam um Cheftrainer Steve Dieske und die beiden Co-Trainer Eric Prentki und Franz-Josef Zech muss verletzungsbedingt auf Franz Häfner, Theo Schäller, Maximilian Schmidt und Martin Sobe verzichten.
Die Bilanz
Die kommende Partie ist das 17. Pflichtspiel zwischen beiden Mannschaften. Die bisherige Bilanz ist vollkommen ausgeglichen: Fünf Siege der „Spree-Budissen“, sechs Unentschieden und fünf Erfolge des VFC Plauen stehen zu Buche.
Bereits in der Saison 2018/2019 trafen beide Vereine im Sachsenpokal aufeinander. In der dritten Runde gewann Budissa am 12. Oktober 2018 im Vogtlandstadion mit 4:6 nach Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es noch 1:1 gestanden.
Das jüngste Aufeinandertreffen fand am 12. April im Stadion Müllerwiese statt. Plauen erwischte damals den besseren Beginn und ging durch Johan Martynets in Führung. Noch vor der Pause antwortete Steve Schröder mit dem Treffer zum 1:1-Endstand. Das Hinspiel der vergangenen Saison hatte die Dieske-Elf im Vogtlandstadion durch Tore von Felix Hennig und Karl-Ludwig Zech mit 0:2 gewonnen.
Die Marschroute
Die FSV Budissa Bautzen reist mit vier ungeschlagenen Pflichtspielen in Folge nach Plauen. Beim FC Einheit Wernigerode erkämpfte sich die Dieske-Elf nach einem zwischenzeitlichen Rückstand durch den späten Treffer von Len-Robin Mende ein 2:2. Gegen den VfB Empor Glauchau folgte ein 3:2-Heimsieg, ehe sich die „Spree-Budissen“ beim VfB 1921 Krieschow mit 1:1 trennten. Dort brachte Karl-Ludwig Zech sein Team in Führung, der Ausgleich fiel jedoch erst in der fünften Minute der Nachspielzeit.
Im Pokal wird es darauf ankommen, die zuletzt gezeigte Widerstandskraft mit größerer Konsequenz über die gesamte Spielzeit zu verbinden. Plauen besitzt mit Kämpfer und Martynets zwei gefährliche Offensivspieler und kann nach Ballgewinnen schnell umschalten. Deshalb muss die Dieske-Elf im eigenen Aufbau sauber agieren, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen eng halten und gegnerische Konter frühzeitig unterbinden.
Gleichzeitig bieten die jüngsten Auftritte des VFC Ansatzpunkte. Sowohl in Glauchau als auch gegen Krieschow konnten die Vogtländer eine Führung nicht behaupten. Mit aktivem Pressing, entschlossenen Läufen hinter die Plauener Abwehr und einem konsequenten Abschluss können die „Spree-Budissen“ den Gastgeber unter Druck setzen. Entscheidend wird sein, auch in der Schlussphase konzentriert zu bleiben: Beide Mannschaften erzielten zuletzt späte Treffer, Budissa musste in Krieschow allerdings ebenso spät den Ausgleich hinnehmen.
Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle reist Budissa mit dem Selbstvertrauen aus vier ungeschlagenen Partien ins Vogtlandstadion. Gelingt es, die defensive Stabilität zu erhöhen und die eigenen Möglichkeiten konsequent zu nutzen, besitzt die Dieske-Elf gute Chancen, erneut in Plauen zu bestehen und den Einzug ins Achtelfinale zu schaffen.