Am Sonntagnachmittag empfing die FSV Budissa Bautzen den VfB Empor Glauchau zur zweiten Runde des Sachsenpokals. Nach dem durchwachsenen Start in die neue Oberliga-Saison bot der Pokal beiden Mannschaften die Gelegenheit, mit einem Erfolgserlebnis neues Selbstvertrauen zu sammeln.
Für die „Spree-Budissen“ ging es zugleich darum, nach der 0:3-Heimniederlage gegen den VfB Auerbach eine Reaktion zu zeigen. Cheftrainer Steve Dieske veränderte seine Startelf im Vergleich zur Partie gegen Auerbach gleich auf fünf Positionen: Für Kapitän Jannik Käppler, Felix Hennig, Norman Kloß, Moritz Noack und den verletzten Martin Sobe rückten Lorenz Bagusch, Tim Cellarius, Toni Orosz, Louis Schmidt und Maximilian Schmidt in die Anfangsformation.
Von Beginn an entwickelte sich eine umkämpfte Pokalpartie, in der beide Mannschaften zunächst um Kontrolle bemüht waren. Die „Spree-Budissen“ fanden mit zunehmender Spielzeit besser in die Begegnung und näherten sich Schritt für Schritt dem Glauchauer Tor an. Der erste Bautzener Jubel sollte allerdings noch nicht von Dauer sein: Nach einem Eckball landete das Leder im Netz, doch der Treffer fand keine Anerkennung, da der Schiedsrichter zuvor ein Handspiel erkannt hatte.
In der 29. Spielminute belohnten sich die „Spree-Budissen“ schließlich mit der Führung. Nach einer Balleroberung schaltete Steve Schröder schnell und spielte den Ball direkt in die Tiefe zu Lorenz Bagusch. Dieser schickte Toni Orosz steil, dessen flache Hereingabe im Zentrum Karl-Ludwig Zech fand. Zech ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und vollendete zum 1:0. Die Freude darüber hielt allerdings nicht lange an. Nur sechs Minuten später kamen die Gäste nach einem Freistoß zum Ausgleich. Am langen Pfosten stand Florian Hähnel völlig frei und nutzte die Gelegenheit zum 1:1 (35.). Mit diesem Ergebnis ging es wenig später auch in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie lange offen. Beide Mannschaften wussten, dass im Pokal nur das Weiterkommen zählt, entsprechend umkämpft entwickelte sich der zweite Durchgang. Eine Entscheidung ließ jedoch lange auf sich warten. Erst in der Schlussphase schlugen die „Spree-Budissen“ erneut zu. Nach einem Eckball stieg Johann Weiß im Strafraum am höchsten und köpfte den Ball in der 86. Spielminute zum viel umjubelten 2:1 in die Maschen. Glauchau gab sich jedoch noch nicht geschlagen und bekam in der Schlussphase noch einmal einen Freistoß aus gefährlicher Position zugesprochen. Der Abschluss landete allerdings sicher in den Armen von Budissa-Schlussmann Stefan Kiefer, der die knappe Führung festhielt. In der Nachspielzeit nutzten die „Spree-Budissen“ schließlich die sich bietenden Räume zur endgültigen Entscheidung. Nach einem Konter zog Maximilian Noack von außen nach innen und schlenzte den Ball sehenswert ins obere linke Eck. Mit dem 3:1 in der zweiten Minute der Nachspielzeit machte der eingewechselte Noack den Einzug in die nächste Pokalrunde endgültig perfekt.
Nach 90 Minuten stand somit der erste Pflichtspielsieg der neuen Saison fest. Nach drei Oberligapartien ohne Sieg belohnte sich die Dieske-Elf im Sachsenpokal und löste mit dem 3:1 gegen den Ligakonkurrenten das Ticket für die dritte Runde.
Bereits am kommenden Wochenende geht es in der NOFV-Oberliga Süd weiter. Am Samstag, 12. September, gastieren die „Spree-Budissen“ beim FC Einheit Wernigerode. Am Sonntag, 20. September, kommt es dann bereits zum Wiedersehen mit dem VfB Empor Glauchau – erneut auf der Müllerwiese, dann allerdings um Punkte in der Oberliga.