Eine Woche nach dem Ausscheiden im Sachsenpokal stand für die „Spree-Budissen“ wieder der Ligaalltag auf dem Programm. Mit dem SSC Weißenfels gastierte ein Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt auf der Müllerwiese, auf den die FSV Budissa Bautzen erstmals in einem Pflichtspiel traf. Gegenüber der Partie in Plauen veränderte Cheftrainer Steve Dieske seine Anfangsformation auf drei Positionen: Für Kapitän Jannik Käppler, Eddi Hoferichter und Moritz Noack rückten Felix Hennig, Len-Robin Mende und Maximilian Noack in die Startelf.
Die Gastgeber setzten früh erste offensive Akzente. Nach einer Hereingabe von links kam Lorenz Bagusch per Kopf zum Abschluss, doch Christopher Zerbe klärte zur Ecke (7.). Beim anschließenden Eckball brachte Dženan Hot den Ball im Tor unter. Der Bautzener Jubel verstummte jedoch schnell, da Schiedsrichter Paul Baudis den Treffer wegen eines Handspiels nicht anerkannte (8.).
Auch Weißenfels kam vor der Pause zu einer guten Gelegenheit. Nach einem Einwurf von Kai Löser gelangte der Ball über Justin Puphal und Felix Schneider zu Moritz Ruprecht. Dessen Abschluss wehrte Stefan Kiefer mit dem linken Fuß ab. Den Abpraller konnte kein Gästespieler verwerten (36.).
Nur eine Minute später wurde das Spiel von einem Schreckmoment überschattet. Maximilian Noack verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Gäste-Torhüter Johannes Lohmann, der dafür die gelbe Karte sah. Nach der Pause konnte der junge Bautzener nicht weiterspielen. Noch während der Begegnung wurde er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Ein ebenfalls angeforderter Rettungshubschrauber kreiste über der Müllerwiese, wurde glücklicherweise aber letztlich nicht benötigt.
Sportlich blieb die Partie beim Stand von 0:0 zur Halbzeit offen. Kurz nach Wiederbeginn bot sich Weißenfels die große Möglichkeit zur Führung: Nach einem Konter legte Ruprecht den Ball an Kiefer vorbei und wurde vom Bautzener Schlussmann getroffen. Baudis entschied auf Elfmeter. Wegen des herannahenden Rettungshubschraubers wurde die Partie vor der Ausführung zunächst unterbrochen. Als Elias Rosner schließlich antrat, machte Kiefer seine vorherige Aktion wieder wett: Er parierte den Strafstoß und wehrte auch den anschließenden Kopfball des Schützen ab (51.).
Damit bewahrte der Budissa-Schlussmann seine Mannschaft vor einem Rückstand. Die „Spree-Budissen“ suchten anschließend weiter den Weg nach vorn. Nach einem Vorstoß über Mende und Kloß kam Dženan Hot aus rund 13 Metern zum Abschluss, setzte den Ball jedoch rechts am Tor vorbei (59.).
Den Ausschlag gaben schließlich zwei Standardsituationen innerhalb von sechs Minuten. Zunächst fand ein Freistoß aus dem linken Halbfeld den am kurzen Pfosten völlig freistehenden Steve Schröder, der zur 1:0-Führung einschob (72.). Die Gäste hätten beinahe unmittelbar ausgeglichen, doch Ruprecht setzte seinen Abschluss aus rund 14 Metern knapp über die Latte (73.).
In der 78. Minute baute Karl-Ludwig Zech den Vorsprung aus. Seine mit viel Schnitt getretene Ecke von links flog direkt ins Tor. Lohmann bekam zwar noch eine Hand an den Ball, konnte den zweiten Bautzener Treffer aber nicht verhindern. In der verbleibenden Spielzeit ließen die „Spree-Budissen“ keinen Gegentreffer mehr zu und sicherten sich vor 224 Zuschauern den 2:0-Heimerfolg.
In einer Begegnung, in der auch Weißenfels seine Möglichkeiten hatte, machten Kiefers Doppelparade beim Elfmeter und die erfolgreichen Bautzener Standards den Unterschied. Mit dem zweiten Ligasieg erhöhte die Dieske-Elf ihr Punktekonto auf neun Zähler. Die Freude über den Erfolg blieb jedoch eng mit der Sorge um Maximilian Noack verbunden. Ihm widmete die Mannschaft diesen Sieg: Gute Besserung, Maxi!
Am kommenden Sonntag, 18. Oktober, gastiert die FSV Budissa Bautzen 14 Uhr bei der SG Union Sandersdorf. Bereits am Freitag, 23. Oktober, folgt das nächste Heimspiel auf der Müllerwiese. Gegner ist dann der ZFC Meuselwitz. Anstoß ist 19 Uhr.